Hainburg20 ÖKOWEB
Begrüßungs-Seite   Nationalpark Donau-Auen


Liebe Besucherin, lieber Besucher!

Die Nationalpark Donau-Auen GmbH begrüßt die Erstellung der umfangreichen Homepage www.hainburg20.at, welche dem Thema, das 1984 ganz Österreich bewegte, sowie allen damals wie heute Beteiligten eine breite Plattform bietet.

Die Besetzung der Stopfenreuther Au zur Verhinderung des geplanten Kraftwerks Hainburg war die Wiege des Nationalpark Donau-Auen, der im Jahr 1996 per Staatsvertrag gegründet wurde. Der Nationalpark genießt heute den höchsten gesetzlichen Schutz. Die Nationalpark-Gesellschaft verwaltet das Erbe von 1984, heute und für kommende Generationen.
Eine der ersten Maßnahmen stellte die Außernutzungs-Stellung der Nationalpark-Flächen dar. Es gibt keine Forstwirtschaft mehr, keine Jagdpachten sowie nur mehr eingeschränkte Fischerei. Das Gebiet kann sich frei von wirtschaftlichen Zwängen entfalten. Der Nationalpark braucht aber auch Management: Planung, Steuerungsmaßnahmen, regulierende Eingriffe in die Natur, Waldentwicklung, Gewässervernetzung und Wiederansiedlung von Arten. Eines der Hauptziele ist, das Wasser zurück in die Au zu bringen und die Dynamik des Gewässersystems der Donau-Auen zu verbessern. Treppelwege werden abgesenkt, Traversen umgebaut, Seitenarme wieder an das Hochwassergeschehen der Donau angebunden und Flussufer in ihren Naturzustand rückgebaut. Die strukturelle Rückführung der Landschaft ermöglicht, dass seltene und bedrohte Arten deren Lebensräume eingeschränkt bzw. völlig verschwunden waren gefördert werden können – wie etwa der Eisvogel, verschiedene Libellen, die Europäische Sumpfschildkröte, viele Fischarten und diverse kiesbrütende Vögel.
Ein Grund für die zum Teil zunächst ablehnende Haltung der Region gegenüber der Einrichtung eines Nationalparks war die Befürchtung eines übermäßigen Besucherzustroms. Anders als alle übrigen Nationalparks in Österreich liegen die Donau-Auen nicht fernab sondern in einem dicht besiedelten Ballungsraum und waren seit jeher Naherholungsgebiet. Es ist daher eine wesentliche Aufgabe, durch Besucherlenkung zu gewährleisten dass bestimmte Bereiche des Auwaldes weitgehend beruhigt und geschont bleiben. Gleichzeitig kann eine „sanfte“ Freizeitnutzung dem Besucher genau die Erlebnisse ermöglichen, die eine Schutzwürdigkeit des Gebietes verständlich machen. Seit dem Jahr 1997 wurde ein breites Spektrum an Bildungsangeboten entwickelt. Bei geführten Wanderungen und Bootstouren, bei Präsentationen und Ausstellungen werden die Besucher über den Wert, die Schönheit und die Einmaligkeit des Gebietes informiert. Mit der Einrichtung der Jugendcamps in Eckartsau, Petronell und in der Lobau ist die Möglichkeit geschaffen worden, im Rahmen von mehrtägigen Veranstaltungen auch der jungen Generation die Au näher zu bringen. Das unmittelbare Erleben der Besonderheiten der Donau-Auen soll dem Besucher vermitteln, warum die dramatischen Ereignisse des Jahres 1984 notwendig waren und in Folge die Schaffung eines Nationalparks in diesem Gebiet sinnvoll und richtig war.

Informationen:
Nationalpark Donau-Auen GmbH
Schlossplatz 1, 2304 Orth/Donau
Tel. 02212/3450
nationalpark@donauauen.at
www.donauauen.at

 
 
 
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