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Liebe BesucherInnen!
Der WWF begrüßt den Aufbau dieser ersten umfassenden Internet-Seite zum Thema des Hainburg-Widerstandes 1984 von Herzen. Auch für uns waren die Geschehnisse von damals prägend. Drei große Kampagnen des WWF Österreich wurden für den Auen-Nationalpark insgesamt durchgeführt, welcher dann am 27. Oktober 1996 Wirklichkeit wurde:
- "Rettet die Au" von 1983 bis 1985
- "Natur freikaufen" 1989/90 und
- "Au ja - der Countdown läuft" von 1994 bis 1996
Auch zwischen diesen Höhepunkten waren die Donau-Auen östlich von Wien immer ein zentrales Anliegen des WWF, das ihm insgesamt 113 Millionen Schilling wert war.
Aber es gab nicht nur Erfolge. - Den Widerstand gegen das Kraftwerk Freudenau etwa hat der WWF verloren. Dabei sagte schon wenige Jahre später der Verbunds-Vorstandsprecher Hans Haider: „Wir würden Freudenau heute nicht mehr zu bauen beginnen“ (ORF Report vom 24.9.1996) und auch die Bundesregierung bezeichnete das Kraftwerk Freudenau inzwischen als Fehlinvestition.
Aber freuen wir uns über den Nationalpark Donau-Auen, dessen Verwirklichung vielen tausenden Menschen zu verdanken ist, die im Laufe der Jahre dafür eingetreten sind:
Weitsichtige und engagierte BürgerInnen aus den Anrainergemeinden wie Annemarie Höfele aus Stopfenreuth, Sylvia Leitgeb aus Leopoldsdorf oder Fritz Wagner aus Petronell zählen ebenso dazu wie die mehr als 120.000 Menschen, die „Kröten für die Au“ gegeben haben.
WissenschaftlerInnen wie das Biologen-Ehepaar Elfrune und Gustav Wendelberger, der Limnologoe Heinz Löffler, der Hydrologe Franz Boroviceny, der Landschaftsökologe Hermann Schacht, die Zoologin Friederike Spitzenberger, der Ökologe Bernd Lötsch oder der Wildbiologe Antal Festetics haben nicht nur im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit den Wert der Au bestätig, sondern auch ihre Freizeit für Informationsveranstaltungen, Pressefahrten oder Vorträge in den Dienst der Au gestellt.
Personen des öffentlichen Lebens wie Günther Nenning, Timna Brauer, Frank Hoffmann, Friedensreich Hundertwasser, Horst Skoff, Gexi Tostmann, Toni Stricker und Andreas Vollenweider haben sich immer wieder für die Au stark gemacht.
JournalistInnen, ChefredakteurInnen und AnzeigenleiterInnen haben durch aufmerksame Berichterstattung, die Schaltung von Gratisinseraten und Erlagscheinbeilagen einen enormen Beitrag geleistet. Besonders hervorzuheben ist die Kronen Zeitung, die sich unter der Federführung von Hans Dichand und dem verstorbenen Umweltredakteur Fritz Graupe jede Kampagne zum eigenen Anliegen gemacht hat. Und der ORF hat mit seiner Umweltshow 1990, moderiert von Barbara Stöckl und Rainhard Fendrich, endgültig klar gemacht, dass der Schutz der Au ein nationales Anliegen ist.
„... Als letzten und vielleicht höchsten Wunsch möchte ich den nach einem wirklichen Auen-Nationalpark äußern, in dem all jene biologischen Qualitäten erhalten werden, denen ich mein Dasein verdanke ...“ Konrad Lorenz
Die Mission des WWF
Der WWF will der weltweiten Naturzerstörung Einhalt gebieten und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Harmonie leben.
Deshalb müssen wir gemeinsam
- die biologische Vielfalt der Erde bewahren
- erneuerbare Ressourcen naturverträglich nutzen
- die Umweltverschmutzung verringern und
- verschwenderischen Konsum eindämmen.
WWF Gründung
Die größte internationale Natur- und Umweltschutzorganisation WWF wurde 1961 in der Schweiz gegründet. Im ersten Jahrzehnt seines Bestehens versteht sich der WWF in erster Linie als Organisation, die finanzielle Mittel bereitstellt um Naturschutzprojekte von engagierten Personen oder Organisation ermöglichen. Projekte zur Rettung der seltenen Oryx Antilope, und des Java Nashorns werden finanziert. Das international bedeutende Feuchtgebiet Donana in Spanien wird angekauft und zum Nationalpark.
In Österreich beginnt der WWF am 23. Dezember 1963 mit der Arbeit, um die drohende Zerstörung der Steppenflächen im burgenländischen Seewinkel zu stoppen. Der Ankauf der Hutweiden an der Langen Lacke legte eigentlich den Grundstein für den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel, der 1993 eröffnet wurde.
WWF heute
Im Zeichen des Panda ist der WWF heute in über 90 Ländern aktiv und wird von fast fünf Millionen Förderern unterstützt. Zum globalen WWF-Netzwerk gehören mittlerweile 59 nationale Sektionen, Programmbüros und Partnerorganisationen. Zur Bewahrung der biologischen Vielfalt führte der WWF mit 3.800 MitarbeiterInnen im Jahr 2003 rund um den Globus 1.200 Naturschutzprojekte durch und investierte dafür insgesamt etwa 232 Millionen Euro.
Der WWF Österreich - Anwalt der Natur
Österreich ist aktiver Teil des weltweiten WWF Netzwerkes. Eine der Hauptstrategien des WWF um Vielfalt, Wunder und Schönheit der Natur zu erhalten, war von Anfang an Schutzgebiete einzurichten und zu initiieren. So war der WWF „Geburtshelfer“ für die Nationalparke Österreichs, wie etwa den Nationalpark Hohe Tauern. Sicher einer der Höhepunkte der mehr als vierzigjährigen Naturschutzarbeit war die Besetzung der Hainburger Au und die Folgen wie „Au freikaufen“, das ja auch in einen Nationalpark mündete, eben den Nationalpark Donau-Auen.
Die wichtigsten Probleme gilt es in den Vorranggebieten zuerst zu lösen. Um das zu erreichen, konzentriert sich der WWF in seiner Arbeit auf Prioritäten in den Themen und in den Ökoregionen.
Wir vom WWF Österreich engagieren uns von den Ökoregionen der Alpen bis hin zur Mongolei sowiefür die Themen lebende Flüsse, Artenschutz, für einen Wald voller Leben und gegen die Klimakatastrophe.
Mehr Infos über unsere Arbeit finden Sie auf www.wwf.at , unter 01/488 17-10, per E-Mail wwf@wwf.at oder postalisch unter: WWF Österreich, 1160 Wien, Ottakringer Straße 114 - 116
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